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Andreas Rohrmann

Viel Auto für wenig Geld

Viele halten es für unentbehrlich - das Auto, obwohl es die meiste Zeit nur rumsteht und nicht fährt.
Doch je teurer der Unterhalt, desto interessanter wird es, ein Fahrzeug in einer Gemeinschaft zu nutzen und die Kosten auf alle der Gemeinschaft umzulegen...

Man sollte sich -gerade zum jetzigen Zeitpunkt. unter den Aspekten

  • Natur- und Umweltschutz
  • Klimaproblematik
  • Kosten für Unterhalt, Reparatur und natürlich der Anschaffung
  • laufende Kosten, hier vor allem die Benzin, Versicherung und Steuer

die Frage stellen:
"Brauche ich das Auto wirklich?"

Rechnet man die Gesamtkosten eines Autos zusammen, wird so mancher gewaltig stauen!

Z.B. ein VW Golf mit einer Kilometerleistung von rund 12.000 KM kostet im Jahr über 5.000 EUR!!
Teilt man diesen Betrag auf die zwölf Monate eines Jahres auf, so sind die Kosten im Jahr bei rund 420 EUR - ist das nicht unglaublich!
Und wenn man dann bedenkt, wieviel Stunden ein Auto mit einer Fahrleistung von 12.000 KM genutzt wird - dann stellt man erst mal fest, wie ineffektiv wir mit unserem Geld umgehen...

Für diesen Gegenwert könnte man eine zweite Wohnung unterhalten.

Diese oben genannten Überlegungen haben sich schon die ein oder anderen Leute gemacht und sind auf eine geniale, aber auch einfache Idee gekommen:

CarSharing

Dies lohnt sich vor allem in Ballungsgebieten, in denen viele Menschen mit unterschiedlicher Fahrzeugnutzung wohnen.

Eine Gruppe von Leuten tut sich informell zusammen und kauf als Gruppe ein Fahrzeug. Dies nutzen Sie gemeinsam, z.B. für die gemeinsame Fahrt zur Arbeit. Oder sie nutzen es abwechselnd im privaten Leben, um z.B. den Einkauf zu erledigen, oder in den Urlaub zu fahren.
Da es nicht immer einfach ist, dies in einer Gruppe ordentlich zu organisieren, haben sich findige Geschäftsleute diesen Ansatz zu Nutze gemacht und bieten Mitgliedern die Nutzung von Fahrzeugen aus einem gemeinsam finanzierten und unterhaltenden Fahrzeugpark an.

Das Prinzip ist nicht dem der Autovermietung zu vergleichen. In der Regel ist CarSharing im Rahmen einer Mitgliedschaft gebunden und wesentlich günstiger aber mit höherem organisatorischen "Verhalten" verbunden.

Gemeinschaftsauto in 250 Städten.

In der Schweiz hat sich die ersten Gruppe von Autofahrern unter einem CarSharing Gedanken zusammengetan. 1987 unter den Motto "Nutzen statt besitzen" wurde eine Alternative zum Autokauf entwickelt: das organiserte "Teilen" eines Autos in einer Gruppe.

In den Folgejahren entstand auch in Deutschland in zahlreichen Städten CarSharing Organisationen. Mittlerweile gibt es sie in rund 250 Städten in Deutschland. In einigen Städten sogar gleich mehrere!

Das Prinzip

Bei allen CarSharing Organisationen ist das Grundprinzip gleich.

Viele Autofahrer teilen sich mehrere Fahrzeuge und nutzen die Fahrzeuge optimal aus. Diese Fuhrpark wird zentral verwalter. Meist stehen unterschiedliche Fahrzeugtypen für jede Gelegenheit und jeden Nutzungsanspruch zur Verfügung.
Die Fahrzeuge stehen sinnvoller Weise an verschiedenen Standorten, so dass der Zugang zu einem Fahrzeug für die Gruppe der Nutzer schnell und einfach gewährleistet ist.

Die Fahrzeuge werden über ein einfaches Buchungssystem zur Nutzung angemeldet - oft telefonisch. Mit den neuen technischen Möglichkeiten kann oft das Fahrzeug schnell über Internet gebucht werden.

Rund um die Uhr stehen die Fahrzeuge an den diversen Standorten bereit und der Schlüssel wird über Schlüsseltresore am Parkplatz mit elektronischen Zugangs- und Sicherungssysteme bereitsgestellt. Sicherheit aber auch Komfort sind so gewährleistet.

Wartung, Reinigung, Reparatur ?

Um die lästigen Pflichten wie Reinigung, Wartung, Instandsetzung oder Versicherung müssen sich die Fahrer dabei nicht kümmern. Sie erhalten monatlich die Rechnung für die Nutzung. Aufgrund der großen Zahl der Nutzer und der optimalen Ausnutzung der Fahrzeuge, fallen die regelmäßigen Kosten für den Einzelnen sehr gering aus. Die Kosten werden auch nutzungsorientiert abgerechnet - es wird also nur der stärker belastet, der auch eine verstärkte Nutzung hatte...

Wann lohnt es sich ?

Attraktiv ist dieses Modell bei einer relativ geringen Nutzung - sprich wenn man ein Fahrzeug ca. bis 10.000 KM im Jahr nutzen würde. Also ist die Zielgruppe, wie oben bereits angedeutet, mehr in den Ballungsgebieten oder Großstädten zu finden, als in den ländlichen Regionen. Auch würde dieses Modell einem Geschäftsmann mit vielen Fahren an einem Tag teur zu stehen kommen, hier lohnt sich selbstverständlich die Anschaffung eines eigenen recht gut genutzen Fahrzeugs.



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