12% unseres Einkommens geben wir nur noch für das lebenswichtigeste in unserem Leben aus: unser tägliches Essen!
1970 lag der Wert noch bei ca. 30%!
Damals mußte ein Arbeiter 22 Minuten arbeiten, um das Geld für 250 Gramm Butter zu verdienen.
Heute (2005) braucht man nur noch 4 Minuten für die gleiche Menge Butter.
Die Löhne und Gehälter sind einerseits massiv gestiegen, aber die Lebensmittelpreise sind ebenso rassant gefallen.
Bei den Landwirten, die viele Lebensmittel für die Allgemeinheit erwirtschaften und bereitstellen, kommen von jedem Euro lediglich 24 Cent an. Und das bei den sehr geringen Lebensmittelpreisen!
Nach den Kriegszeiten war die Kartoffel das wichtigest Nahrungsmittel und Fleisch gab es nur sehr selten. Heute ist die Kartoffel nur noch eine Beilage von vielen und das Fleisch hat durch die Überproduktionen massiv an Zuspruch gewonnen, aber auch ist es in den Herstellungskosten gesunkten. Über die Qualität läßt sich bekanntlich streiten, vor allem, wenn ein ökologisch orientierter Gesprächspartner teilnimmt.
1950 wurden 165 Kilogramm Kartoffeln pro Kopf in Deutschland verbraucht. 2005 waren es -trotz Pommes und Chips- nur noch 75 Kilogramm.
Obst und Gemüse haben ebenso beim Verbraucher an Interesse verloren. Hier wird nur noch auf Fertigkost aus Tiefkühltruhe oder aus Gläsern/Dosen zurückgegriffen.
1950 wurde weit unter 10% der Hauptnahrung aus Fertigkost serviert. 2005 waren es weit mehr als über 50%. In vielen Haushalten ist die Quote nahe 100%!!
Wir können und nur wünschen, dass wir diesen Trend durchbrechen und auf alte Traditionen zurückgreifen. Eine Maßnahme wäre sicher ein klassischer Kochkurs in den Schulen, dass die Bevölkerung auch wieder lernt, neben dem Öffnen von Dosen in der gleichen Zeit die Pellkartoffel mit heißem Wasser in einem Topf zu zubereiten :-)
Es muss nicht immer alles aus der Fabrik kommen und möglichst synthetisch sein!