Eine Community ist eine Gemeinschaft. Ist ein Zusammenkommen verschiedener Menschen mit den gleichen Zielen oder Interessen. Dies kann "offline" im realen Leben erfolgen, z.B. ein Verein. Online können sich Gleichgesinnte ebenso virtuell treffen und Informationen austauschen.
Der Bedarf an virtueller Kommunikation wächst.
Der Zweck einer virtuellen Gemeinschaft ist nicht nur zum Sammeln von Informationen. In der Hauptsache sind sie dafür da, Menschen gleicher Themen, Interessen, etc. zusammenzuführen. Die Leute werden fast magisch von virtuellen Communites angezogen und sind fastziniert. Eine Vertrauensatmosphäre kann entstehen und man ist zwar anonym, aber trotzdem vertraut. Dies liegt oft an den Themen, die die Menschen in diesen virtuellen Gemeinschaften zusammenführt.
Die Interaktionen basieren in der Regel auf den indivduellen Wunsch, 4 Grundbedürfnisse zu befriedigen:
Sehr gute Beispiele sind:
Die Stärke einer virtuellen Gemeinschaft wird die Fähigkeit sein, möglichst viele Bedürfnisse gleichzeitig und professionell zu befriedigen.
Die Menschen haben irgendwelche Leidenschaften. Manche lieben Sport. Andere finden Computer ganz toll. Einige sind besessen von ihren Hobbies. Andere spekulieren an der Börse oder sind süchtig nach Spielen.
Viele der ersten Communities im Netz zielten lediglich auf ein Interesse ab und versuchte dazu die Menschen einzusammeln. Mittlerweile ist eine breite Subkultur von unabhängigen kostenlosen und kostenpflichtigen Communities oder Board / Foren entstanden. Ich kennen kein Thema, welches nicht im Internet ausdiskutiert wird...
Vituelle Communities führen nicht nur "Mitglieder", sondern auch Anbieter von Dienstleistungen, Informationen oder Waren zusammen. Es ist nicht nur eine Gemeinschaft, sondern auch wird es zu einem Marktplatz. Es gibt bestimmt keine Community, die direkt einen Marktplatz anbietet -z.B. Kleinanzeigen- oder innerhalb der virtuellen Gespräche Geschäfte gemacht werden - und sei es nur ein Job-Angebot...
Die Möglichkeit zur Auswahl zwischen konkurrierenden Anbietern wird die Bindung der Mitglieder innerhalb der Gemeinschaft langfristig binden und die Beziehungen und die Verbreitung forcieren. Bestes Beispiel dürfte wohl ebay sein. Wenn man der Frage unter diesem Gesichtspunkt nachgeht, warum von den vielen Auktionsportalen in Deutschland eigentl. nur ebay verblieben ist, wird es sehr schnell heraus bekommen. Kein anderes Portal hat es so gut verstanden seine Mitglieder und die Anbieter von Waren, Dienstleistungen, etc. im Rahmen einer lebendigen, sich selbst motivierenden Gemeinschaft zu verschmelzen! Siehe das Bewertungssystem, die Kommentare, die Freiheit der Warenpräsentation, etc.
Die Attraktivität der Community hängt stark von den Inhalten und der Beschaffenheit der Mitglieder ab. Und dies ist wiederum abhängig von der Quelle der Inhalte. Stammen die Inhalte von den Mitgliedern selbst und fühlen sie sich motiviert Inhalte abzugeben, werden die Mitglieder eher eine Bereitschaft zur regelmäßigen Teilnahme der Community zeigen und ggf. sogar regelmäßig Teilnahmegebühren (= Mitgliedsbeitrag) zahlen. Je mehr Mitglieder eine Community besitzt, desto mehr Inhalte werden sich anhäufen. Je mehr Inhalte eine Community hat und je mehr diese Inhalte "leben", desto mehr neue Teilnehmer werden in die Community strömen.
Virtuelle Gemeinschaften können theoretisch auf zahlreiche, durch Gebühren gespeiste Einnahmen zurückgreifen, wenn sie erst einmal etabliert sind.
Die besten Einnahmen sind sicherlich die Werbe- und Provisionseinnahmen, wenn sich die Community auf Geschäftsbeziehungen oder auf organisatorische Themen bezogen ist und eine recht klare Zielgruppe umfaßt, die über Produkte und Dienstleistungen recht eindeutig zu fassen ist. Auch hier kann ich ebay oder auch amazon als Best Pratice Beispiele aufführen.
Warum Mitgliedsgebühren kein gutes Modell einer Einnahmequelle sind, läßt sich daraus ableiten, dass die Mitglieder allein für die Nutzung des Internet Einwahl oder Flat-Tarife zahlen müssen. Ein regelmäßiger ISDN oder DSL Nutzer muss für Anschluss und Nutzung nicht selten weit über 20 EUR im Monat zahlen. Da will wohl niemand weitere Gebühren auf mtl. Basis zahlen!
Je stärker eine Community persönliche Beziehungen unter den Mitgliedern fördert, desto stärker wird vermutliche die Loyalität gegenüber der Community sein. Auch wird dies der Mund-Zu-Mund-Propaganda förderlich sein. Also werden mehr und mehr Mitglieder in die Community strömen. Vergrößert sich durch die vielen Mitglieder das Angebot, werden auch immer mehr Anbieter von Dienstleistungen und Produkten oder Werbepartner in die Community investieren bzw. Handeltreiben. Je nach Gebührenmodell werden sich automatische die Einnahmen überproportional entwickeln. Auch lassen sich mit steigenden Einnahmen die Gebührenstrukturen Ertragsoptimieren.
Das Thema Community ist sehr weitreichend. Ich könnte an dieser Stelle seitenweise, unendlich lang schreiben, doch will ich es bei diesem Ansatz belassen und lediglich die Fantasie anregen.
Also los geht's. Eine Idee wird geboren und kann mit einfachen mitteln schnell und einfach publiziert werden. Nicht nur das, sondern auch noch weitere Teilnehmer in den Bann ziehn!
Viel Erfolg,
Andreas Rohrmann.